Der FV 08 Neuenhain war nicht mehr aufzuhalten

 

Konstante Arbeit beschert dem Team von Trainer Marco Usai den zweiten
Aufstieg in Folge –
Konditionelle Vorteile geben den Ausschlag.

Das letzte Ausrufezeichen in Richtung Kreisoberliga Main-Taunus setzten die Fußballer des FV 08 Neuenhain im Relegations-Rückspiel gegen den FC Marxheim.

Nach dem 1:1 aus dem Hinspiel fertigte der A-Liga-Zweite der abgelaufenen Spielzeit den klassenhöheren Konkurrenten mit 3:0 ab.

Nach dem Aufstieg aus der B-Klasse 2012/13 ist der direkten Durchmarsch des Teams von Trainer Marco Usai somit perfekt. „Der zweite Aufstieg in

Folge ist ganz klar ein Produkt unserer strukturierten Arbeit“, erklärt Neuenhains Übungsleiter. Usai schließt bei diesem Lob vor allem sein Trainerteam – inklusive Fitnesstrainer -, den gesamten 25-Mann-Kader und das komplette Vereinsumfeld ein.

„Schon in der B-Liga haben wir uns strukturell und vom Trainingsaufbau her immer an der A-Liga orientiert“, erklärt der Coach und fährt fort: „In der A-Liga richteten wir uns dann mehr an der Kreisoberliga aus und wir werden auch in dieser höheren Spielklasse uns dann wieder an der Gruppenliga orientieren.“

Der Erfolg dieser Herangehensweise lässt sich nicht nur in Ergebnissen und Platzierungen ablesen. Für Marco Usai ist vor allem der Fakt erwähnenswert,

dass neben „zwei bis drei Abgängen“, der Großteil des Kaders in Neuenhain bleiben möchte.

„Zudem sind wir in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, die entweder aus höheren Klassen oder aus guten Jugendteams kommen.“

Michael Prager zollt diesen Entwicklungen großen Respekt, stellt in seinem Saisonrückblick aber den Einsatz des gesamten Vereins noch mehr in den Vordergrund.

 

Enger zusammengerückt

 

„Vor allem die Jugend wird bei uns eingebunden“, berichtet der Vorsitzende des FV. Ob es die D1-Jugend ist (die in der Ersten Kreisklasse hinter Bremthal ebenfalls den Aufstieg schaffte), die Einlaufkinder, die die Erste Mannschaft stets mit auf den Platz begleiteten, oder die Tatsache, dass einige Seniorenspieler und auch Vorstandsmitglieder als Trainer für die Jugend gute Arbeit verrichten:

Neuenhains Präsident kann stolz auf „seinen“ Verein sein. „Vor allem im
letzten halben Jahr sind wir
noch enger zusammengerückt“, weiß Prager und berichtet von „einigen Stellschrauben, die feinjustiert“ wurden und mitverantwortlich für den erfolgreichen Saisonabschluss der Ersten Mannschaft gewesen seien.

Auch Tufan Taskiran hat die kleinen, aber feinen Veränderungen sogar am
eigenen Leibe erfahren. Der
zentrale Mittelfeldspieler stimmt seinem Präsidenten zu und erklärt, dass schon der gute Schlussspurt im Winter 2013 dafür sorgte, dass in Neuenhain ein ganz besonderer Teamgeist erweckt wurde:

„Nachdem wir in der Hinrunde noch sehr schwankende Ergebnisse abgeliefert haben, merkten wir in den Wintermonaten vor der Pause, dass da doch noch etwas in Richtung ganz nach oben gehen kann.“

Tatsächlich schloss der FV das Spieljahr 2013 nach einer fulminanten Siegesserie als Spitzenreiter ab.

„Schon in der Vorbereitung auf die Restrunde hat man dann gemerkt, dass alle an das große Ziel glauben“, meint Taskiran, der mit seinem sicheren Passspiel und der guten Übersicht im Mittelfeld, bei „nur“ zwei Saisontreffern, zwar unauffällig, aber dafür umso mannschaftsdienlicher und für den Gesamterfolg wichtig, agierte. Während bei vielen Liga-Konkurrenten die Trainingsbeteiligung in den kalten Monaten Januar und Februar rapide abnahm, konnten Marco Usai und Co. stets auf mindestens zehn, elf Spieler bauen. „Unsere Fitness hat ja dann auch in den Relegationsspielen den Ausschlag gegeben“, freut sich Tufan Taskiran darüber, dass sich die harte Trainingsarbeit am Ende auszahlte.

Auch wenn Neuenhain ins Jahr 2014 mit Niederlagen gegen Sulzbach und Okriftel startete, war der FV-Express nicht mehr aufzuhalten.

Hinter der SG Kelkheim sicherten 21 Siege bei nur sechs Niederlagen Rang zwei und die Relegation. Der wichtigste Erfolg war dann das 3:0 im Heimspiel gegen Marxheim. Hier deutete der FV 08 Neuenhain an, dass er auch gegen Kreisoberliga-Teams dominieren kann. Nicht nur deswegen ist dem euphorisierten Aufsteiger in der neuen Saison 2014/15 wieder einiges zuzutrauen.

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