Eintracht-Oldies in Neuenhain

Benefizspiel mit "Charly" Körbel und Co.

 

Knapp 400 Zuschauer wollten vor allem die Eintracht-Oldies auf dem Kunstrasenplatz noch einmal in Aktion sehen.
Karl-Heinz „Charly“ Körbel und Co. zeigten tatsächlich in einigen Situationen,
dass sie nicht verlernt haben wie man mit dem runden Leder umgeht. Über allem stand aber die gute Sache: Sämtliche Einnahmen der Veranstaltung wurden dafür verwendet, das ambulante Palliativ Care-Team der Main-Taunus Kliniken zu unterstützen, das unheilbar kranke Patienten in gewohnten Umgebung medizinisch und pflegerisch bis zum Tod betreut.

Jörg Rebhan, zuständig für die ärztliche Leitung, machte in der Halbzeitpause der Partie noch einmal alle Zuschauer auf die Bedeutung dieser Abteilung aufmerksam: „Momentan versorgen wir etwa 350 bis 400 Menschen. Aufgrund der steigenden Anzahl brauchen wir ein weiteres Auto, um alle Patienten entsprechend versorgen zu können“, so Rebhan.

Der Kontakt zum FV 08 Neuenhain kam über den Klinik-Geschäftsführer

Dr. Tobias Kaltenbach zustande. Kaltenbach spielt selbst in der Soma des Vereins, der gerade mit seiner Ersten Mannschaft in die Fußball-Kreisoberliga aufgestiegen ist, und trainiert zusätzlich noch die E-Jugend.

Im Spiel gegen die Traditionsmannschaft des Bundesligisten ließ er es sich nicht nehmen, seine Elf als Kapitän auf den Platz zu führen.

„Ich freue mich vor allem über die super Zusammenarbeit mit dem Verein und dass es uns gelungen ist, diese Veranstaltung aus der Taufe zu heben“, erzählte Kaltenbach noch etwas außer Atem in der Halbzeitpause.

Zuvor hatte er mit seiner Mannschaft beim 2:5-Halbzeitstand die Erfahrung der ehemaligen Bundesligaspieler zu spüren bekommen. „Konditionell sind sie vielleicht nicht mehr die Stärksten, aber in dem Moment, in dem es drauf ankommt, sind sie immer einen Schritt eher am Ball“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht.

Auffällig war, dass unter den zahlreichen Zuschauern viele Jugendspieler waren, die die meisten der Eintracht-Oldies um Ronny Borchers, Harald Krämer oder Norbert Nachtweih nur aus Erzählungen der Eltern kennen dürften.

Am beliebtesten waren deshalb die Autogramme vom ehemaligen Torwart Oka Nikolov, der erst im vergangenen Sommer seine Karriere in Deutschland bei der Eintracht beendet hatte.

Der Mazedonier war trotz einer Verletzung nach Neuenhain gekommen und erfüllte am Spielfeldrand jeden Wunsch nach einer Unterschrift oder einem gemeinsamen Foto.

Zufrieden zeigte sich auch Michael Prager, Vorsitzender des FV 08 Neuenhain.

Gemeinsam mit vielen weiteren Helfern hatte er unter anderem dafür gesorgt, dass die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr einen Shuttle-Service zur Verfügung stellte, der die Besucher zum Sportplatz transportierte, da es dort frühzeitig keine Parkmöglichkeiten mehr gab.

Dass es am Getränkewagen oder beim Kuchenverkauf nie hektisch wurde führte er vor allem auf die Tatsache zurück, dass der Verein mittlerweile größeren Besucherandrang gewohnt ist. „Gegen Kelkheim und Marxheim waren ähnlich viele Leute hier. Da haben wir gesehen, dass wir so eine Veranstaltung stemmen können“, erinnert sich Prager an die entscheidenden Spiele um den Aufstieg in die höhere Liga.

Am Ende gewann die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt deutlich mit 15:7. Viel wichtiger aber war, dass mit Spenden von Besuchern und Firmen, dem Elfmeterschießen gegen Eintracht-Torwart Hansi Steinle in der Halbzeitpause und der Versteigerung des Trikots von Charly Körbel mit den Unterschriften aller Traditionsspieler 13 000 Euro für den guten Zweck zusammenkamen.

   Offizieller Ausrüster